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Zu Gast in Schwarzenborn Schwalm-Eder-Kreis

Wenn „Hessisch Sibirien“ zeigt, was es kann

Die Gegend um Schwarzenborn nennen manche liebevoll „Hessisch Sibirien“. Der Winter kommt hier früher und der Sommer später als im übrigen Hessen.

Das liegt an der Höhe. Schwarzenborn liegt auf 479 Metern, das Knüllköpfchen auf 634, und mit jedem Höhenmeter wird es kälter. Im Knüll kommt der Wind dazu. Der Bürgermeister sagt, rund um das Knüllköpfchen könne man noch echte Winter erleben.

Amtliche Klimadaten für Schwarzenborn haben wir nicht gefunden. Die nächsten Stationen des Deutschen Wetterdienstes liegen tiefer und sagen über die Hochlagen wenig aus. Der Spitzname beruht also auf der Erfahrung der Leute, die hier wohnen.

Was im Winter geht

Auf dem Knüllköpfchen wird bei genug Schnee eine Langlaufloipe gespurt, und auf der Schlittenwiese wird gerodelt. Auch einige Nachbargemeinden legen dann Loipen an, vereinzelt gibt es Rodelbahnen. Skilifte stehen in Neukirchen und auf dem Eisenberg bei Neuenstein.

Mit den Alpen kann der Knüll nicht mithalten. Dafür warten Sie am Lift nicht lange, und auf der Loipe sind Sie oft allein.

Ob gespurt ist, hängt vom Wetter ab, und das wechselt im Knüll schnell. Eine zentrale Schneeauskunft für die Region kennen wir nicht. Am ehesten hilft ein Anruf bei der Stadtverwaltung oder ein Blick auf die Seiten des Knüllgebirgsvereins.

Auch ohne Schnee lohnt sich von Ende November bis Anfang Januar ein Abendausflug zum beleuchteten August-Franke-Turm.

Häufige Fragen

Warum heißt der Knüll „Hessisch Sibirien“?

Wegen der Höhenlage beginnt der Winter hier früher und dauert länger als im übrigen Hessen.

Kann man im Knüll Ski fahren?

Ja, Skilifte stehen in Neukirchen und auf dem Eisenberg bei Neuenstein.