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Zu Gast in Schwarzenborn Schwalm-Eder-Kreis

Das Knüllköpfchen, der Hausberg von Schwarzenborn

Mit 634 Metern ist das Knüllköpfchen die zweithöchste Erhebung des Knüllgebirges, knapp hinter dem Eisenberg mit 635,5 Metern. Der Gipfel liegt rund 1,9 Kilometer nordwestlich der Schwarzenbörner Kernstadt und lässt sich gut zu Fuß erreichen.

Gelegentlich liest man auch 628 Meter. Der Unterschied entsteht, weil auf der langgestreckten Kuppe an verschiedenen Punkten gemessen wurde. Die Stadt Schwarzenborn, der Naturpark und das Rotkäppchenland nennen einheitlich 634 Meter.

Der Berg ist eine Basaltkuppe und damit vulkanischen Ursprungs. Wer vom Ort hinaufläuft, spürt die Steigung in den Beinen. Gleich nebenan liegt der bewaldete Waldknüll (624 m), etwas weiter südwestlich der Wilsberg (598 m).

Der August-Franke-Turm

Auf dem Gipfel steht ein 12 Meter hoher steinerner Aussichtsturm. Er wurde 1978 als „Knüllturm“ gebaut und heißt seit 1984 nach dem früheren Landrat August Franke.

Von der Plattform reicht der Blick weit über Nordhessen. Tafeln am Turm zeigen, was Sie sehen: Rhön, Thüringer Wald, Vogelsberg, Kellerwald und Meißner.

Etwas unterhalb des Gipfels steht ein 46 Meter hoher Sendeturm aus Stahlfachwerk, den noch die Deutsche Bundespost errichtet hat. Ihn nutzt unter anderem eine Ortsgruppe des Amateur-Radio-Clubs. Seit 2007 unterhält der Knüllgebirgsverein auf dem Berg ein Informationszentrum mit Vereinsarchiv.

Im Advent wird der Turm zur Kerze

Am Freitag vor dem ersten Advent wird aus dem August-Franke-Turm eine riesige rote Kerze. Offiziell heißt sie Knüllköpfchenkerze, im Ort sagt man „Knüllkerze“. Beim Aufbau hilft die Bundeswehr. Die Kerze leuchtet dann jeden Abend weit über das Knüllgebirge, üblicherweise von 17 bis 22 Uhr und zwischen Weihnachten und Neujahr länger. Außerhalb der Region kennt diesen Brauch kaum jemand.

Für Ihre Planung: Solange der Turm als Kerze leuchtet, in der Regel bis zum 6. Januar, ist er für Besucher gesperrt. Die Aussicht von oben gibt es in diesen Wochen also nicht.

Die genauen Termine und Leuchtzeiten gibt die Stadt Schwarzenborn jedes Jahr auf ihrer Website bekannt.

Sommer und Winter

Im Sommer führen viele Wege hinauf, vom kurzen Spaziergang bis zur Tagestour. Am Gipfel beginnen der Fabelweg „Hoher Knüll“ und mehrere kürzere Rundwege.

Im Winter wird am Knüllköpfchen gerodelt, sobald genug Schnee liegt. Das kommt hier oben häufiger vor als in den meisten Gegenden Hessens. Bei guter Schneelage wird auch eine Langlaufloipe gespurt. Zum Abfahrtslauf fahren Sie zu den Skiliften der Umgebung, mehr dazu auf unserer Seite zum Winter im Knüll.

Anfahrt und Parken

Der Wanderparkplatz liegt am Boglerhaus, kurz unterhalb des Gipfels. Sie erreichen ihn über die Landstraße zwischen Schwarzenborn und Großropperhausen (L 3155 / L 3152), dann über die Richbergstraße und die Friedrich-Wilhelm-Bogler-Straße.

Adresse für das Navigationsgerät: Friedrich-Wilhelm-Bogler-Straße, 34639 Schwarzenborn

Nahe am Gipfel liegen das Boglerhaus mit dem Restaurant Boglerstube und das christlich-anglikanische Kloster Knüll.

Das Boglerhaus steht an der Stelle der früheren Bogler-Kate. Sie gehörte dem Landschaftsmaler Friedrich Wilhelm Bogler, nach dem auch die Straße benannt ist.

Häufige Fragen

Wie hoch ist das Knüllköpfchen?

634 Meter über NHN.

Wie hoch ist der Aussichtsturm auf dem Knüllköpfchen?

Der August-Franke-Turm ist 12 Meter hoch.

Kann man den Turm im Winter besteigen?

Ja, außer vom Freitag vor dem ersten Advent bis etwa zum 6. Januar. Dann leuchtet er als Kerze und ist gesperrt.