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Zu Gast in Schwarzenborn Schwalm-Eder-Kreis

Willkommen in Schwarzenborn, der kleinsten Stadt Hessens

Schwarzenborn ist mit rund 1.100 Einwohnern die kleinste Stadt Hessens. Der Ort liegt im Schwalm-Eder-Kreis, gut 13 Kilometer südlich der Kreisstadt Homberg (Efze), auf 479 Metern Höhe mitten im Knüllgebirge.

Wer zum ersten Mal herkommt, fährt leicht daran vorbei, so gut versteckt sich Schwarzenborn hinter Bäumen und Hecken. Im Ort selbst merken Sie dann schnell, dass Sie eigentlich in einem Dorf stehen, das den Titel „Stadt“ vor rund 700 Jahren bekommen und behalten hat. Seit wann genau, weiß niemand, denn die Urkunden sind verloren. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zur Geschichte.

Eine Feinheit geht gern durcheinander: Nach Einwohnern ist Schwarzenborn die kleinste Stadt Hessens und zugleich die zweitkleinste Gemeinde des Landes. Beide Angaben stimmen, sie zählen nur Verschiedenes.

Was den Ort prägt

Rund um Schwarzenborn gibt es vor allem Landwirtschaft und Wald. Große Firmen oder Industriebetriebe finden Sie weder im Ort noch in der näheren Umgebung. Lebensmittel und die wichtigsten Dinge des Alltags bekommen Sie trotzdem vor Ort, im Nahkauf im Eselsweg. Den haben die Schwarzenbörner 2012 selbst auf die Beine gestellt, nachdem sich kein Betreiber gefunden hatte.

Gepflasterter Platz mit zwei parkenden Autos vor dem rot-weißen Fachwerkbau der Stadtverwaltung, rechts der weiße Kirchturm hinter einem großen Laubbaum.
Fachwerk und Kirchturm in der Ortsmitte

Bekannt ist Schwarzenborn vor allem durch die Bundeswehr. Drei Kilometer südwestlich liegt die Knüll-Kaserne mit einem rund 1.800 Hektar großen Standortübungsplatz. Stationiert sind hier unter anderem das Jägerbataillon 1 und seit Juni 2023 die Fernspähkompanie 1. Zusammen mit Sanitätsdienst, Bundeswehrdienstleistungszentrum und HIL-Stützpunkt arbeiten am Standort deutlich über 1.000 Soldatinnen, Soldaten und Zivilbeschäftigte.

Von den Soldaten stammt auch der Spitzname des Ortes, Blackborn City. Die scherzhafte Übersetzung ins Englische spielt nebenbei auf das Wetter im Knüll an. Mit der englischen Stadt Blackburn in Lancashire hat sie nichts zu tun, auch wenn die beiden gelegentlich verwechselt werden.

Was sich in den letzten Jahren getan hat

Seit dem 1. Juni 2021 ist die Region als Naturpark Knüll anerkannt. Er ist Deutschlands jüngster Naturpark, 83.258 Hektar groß und gut zur Hälfte bewaldet. Mit der Anerkennung kamen die Fabelwege: 20 zertifizierte Rundwanderwege mit zusammen rund 174 Kilometern. Einer davon, der „Hohe Knüll“, beginnt am August-Franke-Turm auf dem Knüllköpfchen, also direkt über Schwarzenborn.

Dazu kommen der Wildpark Knüll bei Homberg (Efze), der Aussichtsturm auf dem Knüllköpfchen und der Knüllteich, in dem Sie im Sommer kostenlos baden können. Übernachten lässt sich im Ort inzwischen auch, die Auswahl ist allerdings klein.

Warum Leute herkommen

Die meisten kommen wegen der Ruhe. Das nächste Ballungszentrum ist weit weg, durch den Ort führt keine Autobahn, und am Horizont steht keine Industrieanlage. Nach Feierabend oder im Urlaub können Sie hier lange wandern, ausreiten oder im Winter Ski fahren, wenn die Gegend ihrem zweiten Spitznamen „Hessisch Sibirien“ wieder einmal gerecht wird.

Eines sollte man dabei wissen: Die Stadt hängt wirtschaftlich an der Kaserne. Zöge sich die Bundeswehr eines Tages aus Schwarzenborn zurück, träfe das den Ort und die ganze Region hart.

Was Sie hier finden

Häufige Fragen

Warum ist Schwarzenborn eine Stadt, obwohl dort nur rund 1.100 Menschen leben?

Schwarzenborn besitzt seit dem 14. Jahrhundert Stadtrechte, und die verfallen nicht, wenn ein Ort schrumpft.

Was ist die kleinste Stadt Hessens?

Schwarzenborn im Schwalm-Eder-Kreis, gemessen an der Einwohnerzahl.

Warum heißt Schwarzenborn „Blackborn City“?

Bundeswehrsoldaten haben den Ortsnamen scherzhaft ins Englische übersetzt.

Wie komme ich nach Schwarzenborn?

Mit dem Auto über die A7 oder die A5, mit der Bahn bis Schwalmstadt-Treysa oder Bad Hersfeld und von dort mit dem Bus.